Bericht: Vatertagsausflug nach Berlin

„Fliegen verbindet, Menschen, Länder, Kontinente!“ Getreu diesem Motto möchte der Aeroclub Gelnhausen seinen Mitgliedern den Nutzen und das gewisse Abenteuer der Fliegerei näher bringen. Aus diesem Grund wurden Matthias Schedler und Florian Werthmüller als erfahrene Berufspiloten gebeten, den diesjährigen Vatertagsausflug zu planen. Die Entscheidung fiel aufgrund der bevorstehenden Schließung des historischen Flughafens Berlin-Tempelhof nicht schwer, so dass sich am 20. April 2004 16(!) Flugzeuge auf den Weg gen Hauptstadt machten. Die Planung umfasste alle Eventualitäten. So bekamen die Piloten entsprechend der Geschwindigkeit ihrer Flugzeuge fest vorgegebene Abflugzeiten.



Einfacher Hintergrund: Zum Mittagessen hatte man sich auf halber Strecke in Köthen (Sachsenanhalt) verabredet, wo im Gasthaus „Zum Schwarzen Adler“ der Familie Naumann zu „Spargel satt“ geladen wurde. Der Flugplatz Köthen empfing die Hessen mit aller Gastfreundschaft und die Flugzeuge konnten auf dem ehemaligen NVA-Flugplatz erstmals zwischen den verlassenen Bunkern geparkt werden. Der Transfer der im geplanten Dreiminutentakt landenden Crews war gut organisiert, so dass sich nach dem Espresso die ersten Piloten schon wieder auf den Weg zum Flugzeug machten.

Die nächste Strecke sollte die Crews nun nicht ohne einen majestätischen Blick auf die riesige Hauptstadt in Tempelhof landen lassen. So war mit der Berliner Flugsicherung eine Route von Südwesten der Autobahn folgend via Funkturm und Alexanderplatz nach Tempelhof geplant. Alle Piloten hielten sich an das Verfahren und die Towerlotsen empfingen sie mit vollem Lob in Tempelhof. Um die historische Bedeutsamkeit des Flughafens zu veranschaulichen, stellte die Berliner Flughafengesellschaft der Gruppe eigens einen Führer zur Seite, der den Flughafen mit seinen vielen Winkeln und geheimen unterirdischen Produktionsstätten aus dem Zweiten Weltkrieg zeigte. Die Piloten waren fasziniert.



Der Ausklang des erlebnisreichen Tages folgte darauf standesgemäß in einer Berliner Jazzkneipe. Für den nächsten Tag sollten die Hessen nach ihrem Überblick über die Stadt aus Vogelsperspektive nun noch einen bodennahen Eindruck bekommen. Zu diesem Zweck war das Frühstück an Bord eines Spreedampfers geplant, so dass die Zeit den Kanälen entlang historischer Bauten verschwamm.

Viel Luft blieb aber nicht, denn man wollte heute noch den Flug gen Heimat antreten. Mit einem ausführlichen Wetterbriefing von Florian Werthmüller und der vorbestellten Bordverpflegung machten sich die 16 Flugzeuge auf den Weg Kurs Süden. Einige hatten allerdings das Ziel Erfurt, da sie dort für den am folgenden Tag stattfindenden Flugtag erwartet wurden. Das Wetter ließ die geplante Route über den Thüringer nun auch nicht mehr zu, so dass aus Sicherheitsgründen weiter westlich ausgeholt wurde. Der in Jena reservierte Kaffee und Kuchen musste so einen anderen Glücklichen finden. Alle Flugzeuge und Crews haben ihr Ziel an diesem Tag wieder sicher erreicht. Die Präsenz der Mannschaften in Erfurt erfreute die Zuschauer am folgenden Tag mit vielen Formationsflügen und Fotogelegenheiten und die in Gelnhausen sicher gelandeten Crews ließen die Reise in der Flugplatzgaststätte ausklingen.

Ein gelungener und perfekt geplanten Ausflug, an den sich noch viele weitere anschließen werden.

Matthias Schedler & Florian Wertmüller


 

     
   
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